Urologie Dr. med. Steffen Sturm


Testosteronmangel beim Mann

 

Testosteron ist ein Kunstwort, das von Testikel (Hoden) und Steroid abgeleitet ist. Bei Männern wird Testosteron zum größten Teil unter dem Einfluss des LH (Luteinisierendes Hormon) in den Leydigschen Zwischenzellen im Hoden produziert. Die Nebennierenrinde bildet zwar kleine Mengen anderer Androgene, jedoch kein Testosteron. Bei Frauen produzieren die Eierstöcke und die Nebennierenrinde geringe Mengen an Testosteron. In der Biosynthese des Organismus ist das Cholesterol der Precursor (Vorstufe), bzw. das Progesteron ein Zwischenprodukt für die Testosteronsynthese. Testosteron hat folgende Funktionen, die bei einem Mangel beeinträchtigt oder ganz aufgehoben sein können:

  • fördert die Entwicklung und Erhaltung der sekundären Geschlechtsmerkmale beim Mann
  • fördert Wachstum und Funktion von Penis und Skrotum
  • reguliert die Spermienproduktion
  • fördert Wachstum und Funktion der akzessorischen Geschlechtsdrüsen
  • hemmt die Gonadotropinsekretion
  • fördert die Fettsekretion
  • fördert das Haarwachstum
  • besitzt eine anabole, muskelaufbauende Wirkung.
  • steigert das sexuelle Verlangen = Libido und generell Ausdauer und Lebenslust.